ANALOG-EINGABEEINHEIT 3.1 [März 2020]

Vom 13.03.20 bis 15.03.20 beteiligt sich die forschungsgruppe kunst an der Gemeinschaftsausstellung "Tag der Druckkunst" im Kunstverein zu Rostock.













Beherrschen wir Menschen die Technologie des 21. Jahrhunderts oder beherrscht sie bereits uns? 

Das Begehren nach Informationen, nach Anerkennung und die Sehnsucht nach einem Hauch von Wohlbehagen und Geborgenheit zeichnet die neue „Netzwärme“ in unserer Gesellschaft aus. Wir haben das Gefühl, dass sich die Menschheit immer mehr und wie selbstverständlich in einer zweiten digitalen Wirklichkeitsebene aufhalten würde. Immer höher, weiter und schneller bricht die digitale Informations- und Kommunikationsflut in den Lebensraum des modernen Homo Sapiens ein und fordert alles von ihm ab. Dabei müssen wir die digitale Welt zwischenmenschlich in erster Linie als soziale Sphäre betrachten. Und dafür spielt heute die Entfernung im digitalen Zeitalter fast keine Rolle mehr, Nähe herzustellen ohne physische Anwesenheit ist somit ein Grundprinzip geworden. Mit unserem Avatar und dessen Anonymität fühlen wir uns sicher und selbstbewusst. Er ist quasi unsere zweite Haute und schützt uns vor Angst, Enttäuschungen und öder Langeweile. Unsere Fantasien, Wünsche und Träume können in Sekundenschnelle digital umgesetzt und ausgelebt werden. Wir sind Superschön, Superreich, Superstark oder Superbrutal. Räumliche Grenzen werden überwindbar und wir können an fasten jeden digitalen Ort der Welt gelangen. Alles kann, nichts muss!